Sonntag, 27. Dezember 2009

Soundtrack Of The Moment: Lucky Jim - Wheels

Die "Soundtrack Of The Moment"-Reihe dient einem ganz einfachen, egoistischen Zweck: Meine Lieblingsvideos, -bands, -songs etc. kompiliert als ewig fortgeschriebener Video-Soundtrack zum Nachhören und Erinnern. Vielleicht ist ja auch was für euch dabei - und löst den "Als ich das gehört habe, da...."-Moment aus.

Heute: Dank eines Déjà-vu-Erlebnisses während einer langen ICE-Fahrt und in den Tiefen meines mp3-Players habe ich doch tatsächlich "All The King´s Horses" von den fantastischen Lucky Jim wiederentdeckt. Ein unglaublich gutes Album des damals (und heute?) noch relativ unbekannten Londoner Duos.

Zwar habe ich die beiden etwas aus den Augen verloren und somit wohl auch die neue Platte verpasst (sofern sie schon erschienen ist), aber mir Lucky Jim immerhin wieder in mein musikalisches Gedächntis zurückgerufen. Deshalb hier als Erinnerung und Gedankenstütze zugleich, der neue Song "Wheels", aufgenommen im Londoner Kult-Pub "The Slaughtered Lamb".

Donnerstag, 24. Dezember 2009

lifesoundsreal wünscht frohe Weihnachten & einen guten Rutsch ins neue Jahr!

Kurz in eigener Sache: lifesoundsreal bedankt sich für ein sehr ereignisreiches und erfolgreiches 2009. Auf eine Fortsetzung in 2010! Frohe Weihnachten an alle Freunde, Partner und Unterstützer - und natürlich an alle Leser und Follower sowie die Kollegen aus dem Sellfish.de-Universum.

Sonntag, 20. Dezember 2009

Review: Kodiak vs. Nadja - Split (CD)

Denovali / Cargo Records

Zwei Bands, zwei Songs, 40 Minuten Spielzeit. Den Fakten nach bleibt der Split-CD "Kodiak vs. Nadja" eigentlich nicht viel hinzufügen. Eigentlich. Denn diese Kollaboration zwischen den kanadischen Experimentalisten Nadja und den deutschen Doom-Frischlingen Kodiak lässt den Hörer mit offenem Mund und einigem Staunen zurück.
Und ganz ehrlich: Bis zur eingehenden Lektüre und Auseinandersetzung mit den beiden Bands waren mir Genre-Etiketten wie "drone" kaum und "shoegazer" nur beiläufig ein Begriff. Ich hätte das mal alles in die Ecke "instrumentaler Noise-/Post-Rock" geworfen, aber das scheint den beiden Bands tatsächlich nicht gerecht zu werden. Da ist die Bezeichnung "ambient doom" doch viel sympathischer und trifft den Nagel prächtig auf den Kopf.
Und so startet der Trip mit Kodiak, die in ihrem 20-minütigen "MCCCXLIX the rising end" ein ordentliches Fass an düsteren Gitarrenwänden aufmachen, diese mühsam vor sich hinschieben, an- und abwschwellen lassen, Spannung und Atmosphäre erzeugen und beides scheinbar endlos in die Länge ziehen, um sie abschließend in schweren Melodien zu beerdigen. Eher ruhig gehen es dagegen Nadja an, die von Anfang an die Gitarren advantgardistisch wabern lassen, sich in ausufernden Melodien und Weiten verlieren und den Hörer knapp zehn Minuten einen extrem dichten Gitarrenteppich auslegen, der sich die abschließenden zehn Minuten Spielzeit mit einem bedrohlichen Rauschen und Verzerren verwebt. Klingt mächtig - und ist auch so.
Und damit kann sich das Experiment "Kodiak vs. Nadja" immerhin eines auf die Fahne schreiben: Selten haben mir zwei Tracks so ein anstrengendes aber dafür auch so intensives Musikerlebnis verschafft. Direkt danach brauche ich aber etwas leichteres an Kost, etwas optimistisches, etwas positives. Wo liegt gleich nochmal meine Mumford & Sons...?

Donnerstag, 17. Dezember 2009

Fettes Brot: Neuer Song "Erde bebt" als kostenloser Download

Irgendwie spürt man förmlich, dass Weihnachten unaufhaltsam naht: Stündlich tröpfeln Weihnachtsmails ein, es ist zapfig-kalt draußen und die Menschen in den Fußgängerzonen drehen endgültig am Rad.

Da wundert es kaum, dass sich auch Fettes Brot nicht länger lumpen lassen und weihnachtsmäßig ein verfrühtes Geschenk vom Stapel lassen: Der Song "Erde bebt", ein ElectroPunkFunk-Torpedo, gibt einen ersten Hinweis auf das was 2010 von Fettes Brot noch zu erwarten ist. Den freien Download gibt es ab sofort hier - und auch alle Infos zum Vorverkauf für die kommende Tour!

Dienstag, 15. Dezember 2009

The Casualties: Die Street-Punk-Legenden auf Tour in 2010

Sieben Alben auf dem Buckel, unzählige Tourneen durch die USA, Südamerika, Europa und Japan – man könnte meinen, The Casualties hätten bereits alles erlebt und gesehen in ihrer langjährigen Bandgeschichte. Doch The Casualties wären nicht The Casualties, wenn sie sich nun zurücklehnen und den Nietengürtel ablegen würden: Laut und Roh wie eh und jeh untermauern sie mit ihrem neuem Album „We Are All We Have" ihren Status als Sprachrohr des Street-Punk - und im neuen Jahr auch auf Tour:

The Casualties Tour 2010
07.01.2010 (GER) Nürnberg - Kunstverein
08.01.2010 (GER) Leipzig - Conne Island
09.01.2010 (GER) Berlin - Clash
14.01.2010 (AUT) Wien - Arena
15.01.2010 (GER) München - Backstage
28.01.2010 (SUI) Zürich - Dynamo
29.01.2010 (GER) Köln - Underground
04.02.2010 (GER) Hamburg - Hafenklang
06.02.2010 (GER) Hannover - Bei Chez Heinz

Freitag, 11. Dezember 2009

Anti-Flag: Ebay-Auktionen für einen guten Zweck

Politisch-korrektes, musikafines Geschenk gesucht? Noch bis Sonntag 13. Dezember dauern die Anti-Flag Ebay Charity Auktionen! Versteigert werden exklusive und limitierte Artikel, deren Einnahmen zu 100% an die karitative Emmaus Organisation gespendet werden.

Hier findet hier alle Auktionen im Überblick. Anti-Flag versteigern darin unter anderem zwei auf 20 Stück limitierte Eishockey Jerseys, die exklusiv für ihr Meet & Greet mit den Kölner Haien produziert wurden, darüber hinaus verschiedene Tourposter, Backstagepässe, Eastpak Rucksäcke, limitierte 7-Inches T-Shirts und und und...!

Donnerstag, 10. Dezember 2009

Soundtrack Of The Moment: Mumford & Sons - Winter Winds

Die "Soundtrack Of The Moment"-Reihe dient einem ganz einfachen, egoistischen Zweck: Meine Lieblingsvideos, -bands, -songs etc. kompiliert als ewig fortgeschriebener Video-Soundtrack zum Nachhören und Erinnern. Vielleicht ist ja auch was für euch dabei - und löst den "Als ich das gehört habe, da...."-Moment aus.

Heute: Es geht auf die Zielgerade - das Ende eines Jahres bedeutet auch immer Rückblick und eine Auseinandersetzung mit den Alben des Jahres 2009. Da gibt es natürlich schon so einige Favoriten, aber auch einiges an wunderbaren Zwischentönen mit denen ich so nicht gerechnet habe. Wie im echten Leben also gilt es (musikalisch) für dieses Jahr einiges aufzuarbeiten.

Ein absolutes Highlight waren und sind vor allem Mumford & Sons, die sich mit ihrem Album "Sigh No More" in mein Herzen gespielt haben, wie es bis dato nur wenige Bands geschafft haben. Aber nun erstmal genug der Befindlichkeiten, in gewisser Weise habe ich da ja schon Stellung bezogen und bin mir sicher, dass die Jungs bei der Jahresendabrechung auch eine gewichtige Rolle spielen werden. Hier also das Video zum wunderbaren "Winter Winds":

Montag, 7. Dezember 2009

Review: Juri Gagarin - Cobra (CD)

Audiolith Records / finetunes.net

Wer mich kennt, weiß dass ich vielleicht nicht der größte Elektro-Fan bin. Oder New Rave-Experte. Oder einer der sich zu Techno-Beats auf den Tanzflächen der Stadt blamiert. Da braucht es schon mehr Gin-Tonic als ich an meinen eigenen Fingern abzählen kann.
Deshalb ist es mir hoffentlich nachzusehen, dass die Bewertung von Juri Gagarin und ihrem zweiten Album "Cobra" weniger professionell ausfällt als es vielleicht in meinen Heimat-Genres passieren könnte oder wie es wohl ein Germanistik-Studium-Abbrecher im Spex-Volontariat schreiben würde.
Aber eigentlich bedarf es bei Juri Gagarin gar keiner großen Fachkenntnisse. Denn das Prinzip lässt sich ziemlich schnell beschreiben: Elektro trifft Powerpop trifft Trash-Techno. Haut ungefähr in die gleiche Kerbe wie vielleicht Bratze oder Frittenbude und - ich gebe es nur ungern zu - es funktioniert: Selbst bewegungsfaule Klosterbrüder wie mich reißen Juri Gagarin mit ihren energiegeladen-ausgeworfenen Techno-Brocken vom imaginären Hocker. Ein bißchen Europop á la Snap hier, bratzelnde Elektro-Flusen dort und überdreht-stampfende Techno-Beats zu - nennen wir es mal "eingängigen" - aber dafür umso prägnanteren Vocals. Einfaches Prinzip - große Wirkung.
Danke Juri Gagarin, denn nach so einem Elektro-Schock und geblendet von einem (hoffentlich) betont trashigen Cover setze wohl selbst ich mir bei der nächsten Sellfish tanzt-Ausgabe die neon-grüne 1-Euro-Plastikbrille auf, richte mein Egotronic-Shirt und schmeiß mich in den Rave. Wenn das mal nicht eine höchst-professionelle Bewertung ist - und am Ende gar ein schlecht verstecktes Kompliment.

Freitag, 4. Dezember 2009

Review: Martha Wainwright - Sans Fusils, Ni Souliers, A Paris (CD)

Cooperative Music / Universal

Zugegeben, meine musikalischen Berührungspunkte mit französischen Künstlern sind bis dato recht überschaubar - und gerade Chansons waren mal richtig weit weg. Umso überraschender und schöner aber, dass ich mit Martha Wainwright und ihrem Edith Piaf-Tribute "Sans Fusils, Ni Souliers, A Paris" den Erstkontakt wohl nicht besser hätte erwischen können.
Denn "Martha Wainwright's Piaf Record" (wie sich das Album passenderweise auch nennt) trifft mit seiner melodramatischen bis nachdenklich-beschwingten Atmosphäre genau die Jahreszeit. Kerzenschein, Wein und draußen die Kälte, während man von Martha Wainwright in die verwundbare Welt von Edith Piaf´s schwermütigen Chansons entführt wird. Aufgenommen wurde das Album während drei intimer Konzerte in New York’s Dixon Place Theatre und transportiert in seiner Live-Atmosphäre herrlich den verführerischen und gleichzeitig unnahbaren Charakter von Chansons. Von der Erotik der französischen Sprache mal ganz zu schweigen.
Sicherlich ist "Sans Fusils, Ni Souliers, A Paris" kein Album für den schnelle Musikgenuss nebenbei: Diese Songs brauchen Zeit, Platz und Atmosphäre zum Atmen, damit sich der emotionale Effekt von Piaf´s unglaublicher Songtiefe auch angemessen entfalten kann. Bemerkenswert im übrigen auch wie Martha Wainwright mit ihrer Stimme den Songs die Gänsehautstimmung verleiht, die das Album zu einem ganz Besonderen machen: Eines für zeitlose, zurückgefahrene und besinnliche Momente. Wie die Jahrezeit. Nur dass das bei den Menschen da draußen im aktuellen Vorweihnachtswahn untergeht.

Donnerstag, 3. Dezember 2009

Black Rebel Motorcycle Club: Neues Album im März 2010

Nachdem am 27.11.2009 ihr erstes Doppel-DVD + CD-Live-Album "Black Rebel Motorcycle Club Live" erschienen ist, legen Black Rebel Motorcycle Club nun nach: Am 12.03.2010 wird mit "Beat The Devil´s Tattoo" (Abstract Dragon/Cooperative Music/Universal) ihr fünftes Studioalbum erscheinen.

Aufgenommen wurde das neue Werk zu großen Teilen in den Basement Studios in Philadelphia. Das gleiche Studio, das auch schon für die Aufnahmen zu "Howl" genutzt wurde. Mit "Beat The Devil's Tattoo" wird auch ein neues Mitglied in den Reihen von BRMC vorgestellt: Leah Shapiro wird fortan den Platz hinter den Drums einnehmen.

Hier die Tracklist:
01. Forsaken
02. Conscious Killer
03. Bad Blood
04. War Machine
05. Sweet Feeling's Gone
06. Evol
07. Mama Taught Me Better
08. River Styx
09. The Absent
10. Aya
11. Shadow's Keeper
12. Warning Sign
13. Halfstate
14. Annabelle Lee (Bonus Track)

Im Frühjahr nächsten Jahres wird es dann eine Tour durch Europa geben, in der sie für vier Termine auch in Deutschland Halt machen werden.

Black Rebel Motorcycle Club Tour 2010:
02.05.2010 Hamburg - Markthalle
03.05.2010 Köln - Essigfabrik
04.05.2010 Berlin - Postbahnhof
05.05.2010 Muenchen - Backstage Werk

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