Freitag, 30. April 2010

Walter Schreifels: Kostenloser Track zum Download, Videos und Tourdaten

Zum Veröffentichungstermin von Walter Schreifels´ Solo-Debüt "A Open Letter To the Scene" gibt es den Song "Requiem" als kostenlosen Download. Wer also einen Song von dem Album gratis abgreifen möchte, kann den Track "Requiem" ab sofort hier runterladen.

Dazu gibt es noch zwei neue Videos zu "Arthur Lee's Lullaby" und zum Agnostic Front Cover "Society Suckers" zu bestaunen.

Bereits im Mai wird die Walter Schreifels Band Deutschland mit einigen Konzerten beehren. Neben Walter Schreifels himself besteht die Band aus Dave Hill an der Gitarre, Arthur Smilios (Gorilla Biscuits, CIV) am Bass, Drew Thomas (Into Another, Bold, Walking Concert, God Fires Man) am Schlagzeug und John Herguth (House & Parish, Atlantic/Pacific) am Keyboard.

Im Vorprogramm sind Atlantic/Pacific dabei, bestehend aus John (House & Parish) und Garrett Klahn (Texas Is The Reason, Solea).

Walter Schreifels Band Tour 2010 (w/ Atlantic/Pacific)
14.05.2010 Bremen - Tower
15.05.2010 Hamburg - Grüner Jäger
16.05.2010 Bielefeld - Bunker Ulmenwall
17.05.2010 Wiesbaden - Schlachthof
18.05.2010 Köln - Blue Shell
19.05.2010 St. Gallen (CH) - Grabenhalle
20.05.2010 Wien (A) - Szene
21.05.2010 München - Backstage Club
22.05.2010 Chemnitz - Atomino
23.05.2010 Berlin - Festsaal Kreuzberg

Donnerstag, 29. April 2010

Review: Bullet For My Valentine - Fever (CD)

No,Butyes! / Sony BMG

Die walisischen Krawall-Buben von Bullet for My Valentine melden sich mit ihrem dritten Album „Fever“ zurück - und alles bleibt irgendwie beim Alten. Ist das jetzt schlecht? War das jemals gut? Zwei Fragen über die sich die Szene seit dem Sensations-Debüt des Quartetts vor gut fünf Jahren ausführlichst gestritten hat.
Denn zwischen hochgetuntem Nu-Metal-Sound und Screamo-Einlagen buddeln die Jungs aus Bridgend weiter fleißig im mainstreamigen Emo- und Metalcore-Sandkasten. Im Vergleich zu ihren kommerziell viel beneideten Vorgänger-Alben „The Poison“ (2005) und „Scream Aim Fire“ (2008) konnten sie insbesondere ihr Songwriting weiter verfeinern. Mehr Abwechslung ist zwar nicht immer gleichbedeutend mit mehr Spannung, aber zumindest strotzt „Fever“ nur so vor Ideen und Soundspielereien. Mitreißend und glatt zugleich kommt „Fever“ daher. Da sitzen die Refrains weiterhin mindestens so gut wie die Frisur und der Kajalstrich der vier Jungs.
Die Gitarren-Riffs - und insbesondere das Solo zum Opener „Your Betrayal“ - sind zwar ziemlich berechnend und simpel, verfehlen aber dennoch ihre Wirkung nicht: Intro, Break, Strophe, Bridge, Refrain, Strophe, Refrain, Refrain. Fertig. Einfaches Konzept, aber gekonnt umgesetzt. Also ohne Zweifel: „Fever“ ist ein vielschichtiges Album, das perfekt an der von Bullet For My Valentine so trefflich selbst kreierten Schnittkante zwischen Mainstream und Metal mäandriert. Die atmosphärische Dunkelheit, die sich im Cover widerspiegelt und den Gesamtsound dominiert ist dabei ganz eindeutig dem Produzent Don Gilmore (u.a. Linkin Park, Good Charlotte) zu verdanken.
Ein künstliches aber zugegebenermaßen gutes Metalcore-Album zwischen anbiederndem Screamo und Mainstream-Metal. Kein Ausrufezeichen wie „The Poison“, keine Steigerung wie zu „Scream Aim Fire“ - aber mit Abstand besser als manche Standard-Emo-Knalltüten. Bei jeder anderen Band hätte ich an dieser Stelle die Worte „Weiterentwicklung“ oder „Fortschritt“ benutzt. Im Falle von „Fire“ bleibt nur „Perfektion“ - sowohl im positiven als auch negativen Sinne.

Dienstag, 27. April 2010

Broken Social Scene: EP als kostenloser Download und Tourdaten für 2010

Die unwahrscheinlichste Supergroup aus Kanada meldet sich zurück: Nach fünf langen Jahren mit diversen Solo-Aktivitäten der einzelnen Mitglieder erscheint diesen Freitag (30.04.2010) mit "Forgiveness Rock Record" das echte vierte Album der Broken Social Scene.

Zur Feier des Tages verschenken Broken Social Scene eine Bonus EP, die parallel zu "Forgiveness Rock Record" in separaten Sessions entstand. Die EP mit dem Titel "Lo-Fi For The Dividing Nights" gibt es für Fanclub-Mitglieder umsonst - in Deutschland wird die EP dem Album "Forgiveness Rock Record" in ausgewählten Indie-Plattenläden als Download-Gutschein beiliegen. Eine Liste der Läden findet ihr ab Freitag hier.

Broken Social Scene sind den Sommer über in ganz Europa live zu sehen - hier die Daten im deutschsprachigen Raum:

Broken Social Scene Tour 2010
19.05.2010 Köln - Bürgerhaus Stollwerck
23.05.2010 Linz (AUT) - Linzfest FM4 Stage
24.05.2010 Berlin - Kesselhaus
23.06.2010 Wien (AUT) - Flex Club
25.06.2010 München - Backstage Werk
05.07.2010 Feldkirch (AUT) - Poolbar Festival
06.07.2010 Frankfurt – Mousonturm

Montag, 26. April 2010

28. April 2010, Babylon (Fürth): Soundcheck - Das Musikalische Quartett

Schönes Konzept - und deswegen eine Empfehlung von lifesoundsreal: Soundcheck - Das Musikalische Quartett.

Grob angelehnt an das Literarische Quartett nach Ranicki kommt an diesem Mittwoch das erste Musikalische Quartett auf der Babylon Kellerbühne in Fürth zusammen. Moderiert von Hannes Hümmer, machen es sich vier fachkundige und scharfzüngige Musikexperten auf dem Sofa bequem, um in gemütlicher Atmosphäre ihre größte Leidenschaft zu besprechen - spontan und vor Publikum!

Nacheinander holen die Gäste ihre zeitlosen und genreübergreifenden MP3s/CDs/Platten? hervor, um sie sich gegenseitig und dem Publikum vorzustellen und sich bei Bedarf auch gern auf eine Diskussion um eben diese einzulassen. Unter der Rubrik "Kätzchen im Sack" wird ebenso die ein und andere lokale Überraschung besprochen.

Für die Premiere des Soundcheck hat sich eine Riege der lokalen Musik-Nerds finden lassen: Peter Gruner (NN, Musiker), David Lodhi (NZ, Curt Magazin), Martti Trilitzsch (Kioski, Musiker) und Stefan Wagner (Radio Z, DJ)

Mittwoch, 28. April 2010
Babylon Kellerbühne, Fürth
Beginn: 20 Uhr
Eintritt: frei

Nächster Termin: Di, 18. Mai 2010 im Club Stereo, Nürnberg. Nach der Sommerpause geht’s einmal im Monat in wechselnden Locations in Nürnberg/Fürth/Eerlangen weiter.

Donnerstag, 22. April 2010

Madsen: Interview und exklusive Unplugged-Songs

Mit ihrem neuen Album scheinen die Wunderjungs von Madsen zu polarisieren. Mit "Labyrinth" wird insgesamt etwas dicker auftragen: Einflüsse von Queen - warum nicht? Ein dicker Schlag Pathos - auch nicht schlecht! Wie es dazu kam, warum Sebastian lieber im Schatten steht und welche Blockaden er hat: All das und mehr gibts hier im Interview mit bunch.tv.

Obendrein gibt es mit "Lass die Liebe regieren" und "Zwischen den Zeiten" auch noch zwei exklusive Unplugged-Songs von Madsen.

Mittwoch, 21. April 2010

Egotronic vs. Frittenbude: Videopremieren und Remix-Contest

Neuigkeiten aus dem Hause Audiolith, denn dort gibt es gleich zwei Video-Premieren zu bestaunen: Das Video zu "Was soll´s", der ersten Single von Egotronic, hat heute ebenso Premiere wie bereits gestern das Video zu "Und Täglich Grüßt Das Murmeltier" der Labelkollegen von Frittenbude.

Übrigens: Für ihre zweite Single "Ich Kanns Nicht Sagen" suchen Egotronic talentierte RemixerInnen: Alljene, die sich da angesprochen fühlen sind aufgerufen zu "Ich Kanns Nicht Sagen" Remixe einzuschicken. Das Remix das dem Berliner Trio um Sänger Torsun am besten gefällt, kommt mit auf die Single. Einsendeschluss ist Freitag, der 07.05.2010 und die Files findet ihr hier. Viel Erfolg!

Samstag, 17. April 2010

Review-Special: Bestandsaufnahme April 2009

Den Anfang dieses kleinen Review-Frühlingsspecials machen The Roovers aus Berlin, die bei mir mit "A Sweet Invitation To A Romantic Massacre" (TheRoovers) das erste Mal ihre Visitenkarte abgeben. Und schon die ersten Minuten machen klar, wie der Hase läuft: Rock´n´Roll aus der Garage auf Modern und in Dreckig. Besonders schön aber dabei, dass die Jungs zwar Wert auf krachigen Sound legen, aber dennoch Melodien, Instrumente, Breaks und Tempowechsel ihren Niederschlag finden. Wenn auch selten ein Song unter vier Minuten weg kommt, unterhält "A Sweet Invitation To A Romantic Massacre" mit der gelungen Mischung aus Hardrock, Schweineorgel und Schmalzlocke. Dabie sind sich die Jungs auch nicht zu schade ist für so manch psychodelisch-dramatischen Wüstentrip ("Home"). Feine Sache. Und live knallt es bestimmt noch mal richtig.

Ähnlich dreckig, ehrlich und direkt geht es auch weiter: Denn Detroit 7 liefern mit "Black & White" (Kastellamedia / Soulfood Music) nicht nur ein derbes Brett "Rock´n´Roll" ab, sondern begeistern dabei noch mit Frauen-Power und Punk-Attitüde. An die Stimme darf man sich dann auch schnell gewöhnen, denn Detroit 7 legen ein Tempo vor, das The White Stripes manchmal auch nicht schlecht zu Gesicht stünde. Rockig, röhrend und lässig aus der Hüfte trifft hier Garage auf Rock, Punk unter der stänsigen Suche nach knallenden Melodien: Derbe und auf den Punkt. Die zwei Mädels +1 von Detroit 7 machen ihre Sache fast besser also manche all-american Garagepunk-Band - aber das ist ja wie so oft bei den Japanern.

Dem Thema "Punk" haben sich auch Neck aus dem schönen Irland verschrieben. Punk und Irland das ist ja fast schon zwangsläufig unter der Kategorie "Folk-Punk" abzuspeichern. Tatsächlich ist "Come Out Fighting" (Golf / Cargo Records) aber kein klassischer Folk-Punk, denn im Vergleich zu ihren allseits bekannten Genre-Genossen, legen Neck noch einmal mehr Gewicht auf den Folk-Anteil. Fast schon Musical-artig werden hier irische Tradtionals ins Rock-Gewand gepresst, haben aber auch genügend Raum, um ihren ganz eigenen Charme jenseits des Punkrock-Tempos zu entfalten. Das macht "Come Out Fighting" zu einem etwas differenzierten Hörerlebnis als es vielleicht bei Flogging Molly oder The Real McKenzies der Fall ist. Gut - auch wenn das "Riverdance"-Thema ein wenig zu stark mit reinspielt. Man hört sich halt schnell satt.

Thematisch schon eine Ecke weiter sind Goldust, die sich mit ihrem zweiten Longplayer nach einigen Jahren des Luftholens und der Line-Up-Anpassung wieder zurück melden. Und wie! Schon lange hat keine Hardcore-Scheibe derart bei mir eingeschlagen: "Destroyer Borderlines" (Let It Burn Records / Soulfood Music) ist mit seinen knallenden Drums und derben Shouts ein explodierendes Fass, ein geniales Stück "old school" ohne pseudo-typische Metal-, Deathcore und Screamo-Anleihen. Gelungen ist Goldust vor allem die Gesamtatmosphäre auf "Destroyer Borderlines": Düster, apokalyptisch und hoffnungslos. Dazu verpuzzelt-gute Lyrics, treffende Intros und brachiale Spitzen (von dem gelungenen Artwork mal ganz zu schweigen). Damit haben die fünf Münsteraner ein ordentliches Brett abgeliefert, dass sich mit Szene-Größen wie Comeback Kid oder gar Agnostic Front durchaus messen lassen kann. Bis dato mein persönliches Genre-Highlight in 2010. Endlich mal wieder.

Montag, 12. April 2010

Egotronic: Kostenloser Download und Tourdaten für 2010

Eine Packung Infos und Daten aus dem Hause Egotronic: Nach den schon jetzt legendären Dorfdisko-Daten mit Bratze und Frittenbude geht es nun Schlag auf Schlag weiter. Egotronic, die am 30.04.2010 ihr neues Album "Ausflug mit Freunden" veröffentlichen, sind grade dabei ihr neues Video fertig zu stellen, das am 21.04.2010 Premiere feiern wird. Der Song "Was Soll´s" ist ab sofort als kostenloser Download erhältlich und am 17.04.2010 startet die Tour - achja, einige der Shows sind zusammen mit Frittenbude, die am 28.05. ihr Album "Katzengold" veröffentlichen. Genug Daten für heute?!

Egotronic Live 2010
17.04.2010 Osnabrück, Popsalon
22.04.2010 Frankfurt, KOZ (mit Frittenbude)
23.04.2010 Magdeburg, Hot (mit Frittenbude)
24.04.2010 Gütersloh, Alte Weberei
29.04.2010 Münster, Skaters Palace (mit Frittenbude)
30.04.2010 Stuttgart, Kellerklub (mit Frittenbude)
01.05.2010 Freiburg, Jazzhaus (mit Frittenbude)
12.05.2010 Nürnberg, Hirsch (mit Frittenbude)
13.05.2010 Jena, Rosenkeller (mit Frittenbude)
14.05.2010 Berlin, Festsaal (mit Fittenbude)
15.05.2010 Leipzig, Moritzbastei
28.05.2010 München, Feierwerk (Frittenbude Releaseparty)
29.05.2010 Bamberg, Morph Club (Klangclubnacht)
04.06.2010 Ellerdorf, Pferdemarkt (Wilwarin Festival mit Bratze)
05.06.2010 Potsdam, Festival contre le Racisme
11.06.2010 Bremen, Schlachthof (mit Frittenbude)
12.06.2010 Leer, Elektro Smash
19.06.2010 Hof, in.die Festival
15.07.2010 Gräfenhainichen, MELT! (mit Frittenbude und Bratze)
15.07.2010 Haßfurth, Punkt9Festival
31.07.2010 Dortmund, Juicy Beats (mit Frittenbude und Bratze)

Freitag, 9. April 2010

Review: Kafkas - Paula (CD)

Domcore / Broken Silence

Das neue Album von den Kafkas ist so eine Sache, denn „Paula“ macht es einem nicht leicht: Auf der einen Seite Begeisterung ob der Indie-Punkpop-Elektro-Breitseite mit der das Album zu Beginn punktet - die jedoch über die Gesamtspielzeit etwas dem Überdruss weicht. Ich möchte hier nicht über standardiöse Songqualitäten urteilen, denn sicherlich ist „Paula“ ob seiner cleveren Texte und dem ungemeinen Gesamt-Charme der Kafkas noch mal auf einer anderen Ebene zu bewerten.
Es sind nämlich tatsächlich die Lyrics, das Herzblut, die Attitüde die in den Songs stecken, die den Unterschied machen. So gesehen ist der Weg zu Genre-Helden wie Muff Potter oder …But Alive nicht weit. Rein musikalisch bewertet, ist das erste richtige Album nach gut über acht Jahren (und zwei EP´s dazwischen) aber ein schwer zu deutender Schritt im Entwicklungsstadium der Band. Was für ein Glück, dass zumindest mit dem Opener und Antreiber „Klatscht In Die Hände“ ein unangefochtener Gassenhauer am Start ist, der durch seinen mitreißendem Handclap-Charme und der explosiven Dynamik sicherlich seinen Weg in die DJ- und Radio-Playlists finden wird. Songs wie „...Wenn Ich Mal Ein Tattoo Habe“ und „Ich Will Kein Kumpel Von Euch Sein“ sind dagegen zwar innovativer und ungehobelter, schaffen es aber dennoch nicht länger haften zu bleiben. Immerhin belegen diese Songs einmal mehr Kunst und Können von Markus Gabi Kafka, Gefühle und Szenen in sensationell-griffige Strophen zu verwandeln. Absoluter Liebling von „Paula“ ist dennoch „Hell Oder Dunkel“, das zwar genauso gut vor zehn Jahren von Such A Surge geschrieben worden sein könnte, aber dafür ebenso klassisch wie simpel in den Gehörgang steigt.
Bleibt zuletzt die Frage, warum der Rest des Albums nur bedingt diese Taktfrequenz zu halten vermag bzw. derart heterogen daherkommt. Zu wenig Punkrock? Zu viel Pop? Zu wenig Elektro? Oder nur zu viel gewollt? Die Antwort liegt wohl irgendwo dazwischen: So ist „Paula“ zwar ein ordentliches Album, das aber hoffentlich auch nur ein Zwischenschritt ist, bevor die Kafkas mit dem nächsten Album ihren Stil gefunden und perfektioniert haben.

Donnerstag, 8. April 2010

Donots: "The Long Way Home" live und unplugged!

Nachdem die Jungs von N.O.I.S.E Anfang der Woche schon mit einem Vampire Weekend-Interview vorgelegt haben, gibt es jetzt ein weiteres Schmankerl. Pünktlich zum erfolgreichen Chart-Einstieg des neuen Donots-Albums, gibt es jetzt eine Live-Session mit drei Unplugged-Versionen aus "The Long Way Home". Viel Spaß damit!

Danko Jones: Gratis Download der Single “Full of Regret” und neues Video

Ab sofort gibt es “Full of Regret”, die erste Single aus dem am 14.05.2010 erscheinenden Album "Below The Belt" von den fantastischen Danko Jones zum gratis Download. Obendrauf gibt es zur Single auch ein Video, das es in Kürze hier zu bestaunen gibt.

Das Video wurde in Los Angeles mit einer ganzen Reihe Hollywood-Stars gedreht: Elijah Wood, Selma Blair, Lemmy Kilmister (Motörhead) und Mike Watt (Minutemen, fIREHOSE, Stooges) gaben sich die Ehre. Bis das verfügbar ist sei euch schon mal die "Sneak Peak" des Videodrehs ans Herz gelegt.

Dienstag, 6. April 2010

Review: MGMT - Congratulations (CD)

Sony Music Entertainment

Also ehrlich, was soll man noch über ein Album schreiben, über das bereits lange vor Veröffentlichung heiß diskutiert wurde. So geschehen mit „Congratulations“, dem neuen Album der Sound-Künstler von MGMT. Das hat nämlich die schlechteste Variante aller viralen Internethypes vor Veröffentlichung durchlebt: Die Single-Vorabveröffentlichung "Flash Delirium" hat die Fans mit unbekannt-krudem Sound vor den Kopf gestoßen - eine Entschuldigung (!) der Band folgte -, das Cover wurde vorab schon als das schlechteste Artwork des Jahres betitelt und zu guter Letzt ist das komplette Album schon Wochen vor Release-Termin ins Netz gelangt (neudeutsch: „geleakt“). Allein die Reaktion der Band war wunderlich: Kurzerhand und relativ gelassen stellten die beiden Franzosen „Congratulations“ als kostenlosen Download auf ihre Seite: "Hey everybody, the album leaked, and we wanted you to be able to hear it from us. We wanted to offer it as a free download but that didn't make sense to anyone but us." (whoismgmt.com)
Mal abgesehen von diesen ganzen Nebenkriegsschauplätzen, die so trefflich den heutigen Umgang der Gesellschaft mit Musik und deren Auffassung als Kunst charakterisieren, haben MGMT mit „Congratulations“ einen echten Anti-Nachfolger zum Überraschungs-Hitalbum "Oracular Spectacular" (2008) geschaffen. Schon die von Fans missverstandene Single "Flash Delirium" deutete an, was die neun Songs sein sollen: Ein Gesamtkunstwerk, das nicht mehr die Leichtigkeit und Eingängigkeit des Debüts zelebriert, sondern der eigentlichen Arbeitsauffassung von Ben Goldwasser und Andrew Vanwyngarden entspricht: Sound-Provokateur und Stil-Jongleure von Elektro, Prog, Dance, Glam und Sixties-Pop - mit Peter Kember (Sonic Boom bzw. Spacemen 3) als Produzent obendrauf. Wer die Entwicklung zwischen den Alben verstehen will muss wissen, dass "Oracular Spectacular" in MGMT-Zeitrechnung aus einer anderen Epoche stammt. Damals noch zu Studentenzeiten als freimütiges Stück Lebensgefühl entstanden, begreifen sich die beiden heute eher als Sound-Pioniere denn als hedonistische Unterhaltungs-Elektroniker für die breite Masse. So gesehen ist ein anachronistisches Werk wie „Congratulations“ nur einleuchtend, zum einen als Abgrenzung und zum anderen als Abbild eines neuen Selbstverständnisses.
Ein Album, dass seinen Hörer die volle Konzentration abverlangt und als Gesamtwerk verstanden werden muss. Und viel schöner noch: Wer genau hinhört, findet versteckt in all dem zögerlichen Sound-Brei, der ausufernden Redundanz und den brillanten Genre-Auffahrunfällen auch auf „Congratulations“ die Melodien und Zitate, die zu Vorgängeralben-Zeiten noch offen platt getreten wurden. Ein verwirrendes Stück Musik, das man lernen muss zu mögen. Nur fraglich, ob sich bei der Vorgeschichte noch jemand die Mühe macht.

The xx: Tour-Ersatztermine für Köln und München

Wie bereits vor einigen Wochen gemeldet, mussten einige der Deutschland-Shows von The xx abgesagt werden. Inzwischen stehen die neuen Termine für die ausgefallenen Konzerte in Köln und München fest:

The xx Tour 2010
26.08.2010 Köln - E-Werk [Ersatztermin für den 27.02.]
27.08.2010 München - Tonhalle [Ersatztermin für den 25.02.]

Die Tickets behalten ihre Gültigkeit für die Nachholtermine!

Donnerstag, 1. April 2010

Video: Vampire Weekend im Interview

Die Kollegen von "N.O.I.S.E" (bunch.tv) haben diese beiden netten Video-Schnipsel zur Verfügung gestellt, in denen Vampire Weekend über ihr zweites Album „Contra“, ihr ungewolltes Studentenimage und das neue Indie-Popstartum plaudern.

[Edit] Das Video scheint momentan nicht erreichbar zu sein, ich mach mich da mal schlau. Schaut am besten später nochmal vorbei - dann sollte das Problem gelöst sein...

[Update] So, das Video-Embedding scheint noch nicht wirklich ausgereift zu sein. Deswegen, ganz klassisch, hier der Link zum Vampire Weekend-Interview...

[Update, die 2.] Heureka! Ein Hoch auf die Technik - hier also nun Teil 1 und 2 des Vampire Weekend-Interviews:



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