Montag, 14. November 2011

Tape TV: Eine echte Alternative zu YouTube - oder: Wenn Zwei sich streiten...

Es ist ja nichts Neues, dass sich Google mit der GEMA als Verwertungsgesellschaft (sic!) der Nutzungsrechte von Musikern und Künstlern weiter um´s liebe Geld streitet. Am ehesten bemerkbar macht sich dieser Streit an der Tatsache, dass sich auf Google´s Videoplattform YouTube kaum noch offizielle Videoclips von nationalen und internationalen Künstlern finden. Stattdessen eine unüberschaubare Zahl an Akustik-Versionen, Cover-Songs und Live-Mitschnitten in teils atemberaubend schlechter Qualität.

Ähnlich sieht es im deutschen Fernsehen aus: Nachdem sich MTV in die unsichtbaren Tiefen des Pay TV verabschiedet und VIVA dessen unrühmlichen Part als Zweitverwerter von billigen US-Dating-, Pimp- und Soap-Formaten übernommen hat, sind Musikvideos als Teil der Musikkultur zu einem seltenen Phänomen in der medialen Wahrnehmung geworden.

In solchen Zeiten wäre man über eine Alternative, mit der man kostenlos in den Genuss von Musikvideos kommen kann, mehr als froh. Ein Glück also, dass es mit der Internet-Plattform „Tape TV“ eine echte Alternative gibt, bei der man aktuelle Musikvideos rund um die Uhr sehen kann - und einiges mehr geboten wird:

Wie bei den traditionellen Fernsehsendern hat der Zuschauer die Möglichkeit das laufende Programm einfach anzuschauen. Im Gegensatz zum klassischen TV-Genuss kann das redaktionell gestaltete Musikprogramm aber durch verschiedene Funktionen nach Belieben verändert werden: Angemeldete User können zum Beispiel zwischen verschiedenen musikalischen Stilrichtungen filtern und Musikvideos nach Geschmack kategorisieren, sperren und favorisieren. tape.tv merkt sich die Vorlieben seiner Konsumenten und berücksichtigt diese im weiteren individuell zusammengestellten Programm.

Klarer Vorteil dabei: Tape.tv hat Zugriff auf die Originalvideos der vier Major Plattenfirmen (Universal Music, Sony Music, EMI und Warner Music) sowie diversen Independent-Labels und deren Vertriebe. Damit gehören gruselige Eigeninterpretationen und Playback-Versionen mit amateurhaften Musikvideos, wie sie momentan massenhaft auf YouTube zu finden sind, der Vergangenheit an. Abgerundet wird das Ganze durch zusätzliche Musik-Formate wie Live-Show-Events, Interviews, Dokumentationen oder Filme.

Finanziert wird http://www.tape.tv dabei über Kooperationen im On- und Offlinebereich (z.B. die Internet-Plattformen von Yahoo!, ZDF.kultur, 3sat, Spex u.a.) und einem Werbemix aus TV-Spots und Display-Werbung („Entertainment Advertising“). Das ist zwar ein kleiner Wermutstropfen im Gesamtbild des Streaming-Portals - aber das Angebot, die Qualität und das Konzept von Tape TV überzeugt dennoch und macht diesen Makel mehr als wett.

Fazit: Tape TV ist eine echte Empfehlung wert und stellt eine gute Alternative zu YouTube dar - also: Aufgepasst, Google!

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