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Dienstag, 28. Februar 2012

Präsentation des iPad 3: Verliert Apple langsam seine Vormachtstellung?

Bild: Apple via notebookckeck.com
Jetzt ist es also raus: Apple wird das neue iPad 3 am 7. März 2012 in San Francisco präsentieren. Nach all den Gerüchten, Vorschusslorbeeren und dem Apple-typischen Hype, erwarte ich nicht weniger als eine Mini-Revolution im inzwischen riesigen Tablet-Markt.

Ein bisschen an der Auflösung schrauben, den für Deutschland momentan uninteressanten LTE-Standard einführen und dazu eine überarbeitete Version von iOS 5 als heiligen Gral der Tablet-Szene zu verkaufen, würde mir persönlich nicht reichen - und dazu beitragen, dass Apple im eigenen, sich selbst erschaffenen Markt eingeholt, wenn nicht gar überholt wird.

Da reicht auch eine gute Kameralinse (die mit 8 Megapixel auch eher schon Standard wäre) und eine verbesserte Akkupower (was im Vergleich zum iPad 2 auch keine große Leistung ist) nicht, um mich als möglichen Kunden zu gewinnen - zumal beides womöglich ein dickeres Gehäuse notwendig macht. Bei der gefühlten Schwerfälligkeit mit der Apple momentan in der Produktentwicklung (bzw. besser: Produktverbesserung) auftritt, müssen die Vorreiter aus Cupertino momentan eher aufpassen, nicht den Anschluss an die geballt auftretende Android-Konkurrenz zu verpassen.

Denn längst hat die Konkurrenz um Sony und Samsung vergleichbare, konkurrenzfähige Tablets in schnelleren Veröffentlichungsryhtmen und breiteren Produktpaletten zu vergleichbaren Preisen im Portfolio. Von möglichen iPad-Killern wie dem Amazon Kindle Fire mal ganz zu schweigen - und sogar bis dato unbekannte Hersteller wie Huawei trumpfen inzwischen im Tablet-Markt auf.

Bleibt für Apple eigentlich nur eine Möglichkeit: Das iPad 3 muss überzeugenden Features bzw. Neuerungen haben, die eine Vormachtstellung (die Apple zumindest in Umsatzzahlen und Aktienkursen auch nachweisen kann) rechtfertig und erhält. Mit dem iPad 3 braucht Apple einen echten Konkurrenz-Killer - ansonsten sehe ich für die Zukunft eher düster.

Das gleiche gilt übrigens für das iPhone 5: Auch dort sind die Erwartungen riesig. Wenn die nicht erfüllt werden, und eventuell nur ein verbessertes iPhone 4S dabei rumkommt, könnte die große Zeit von Apple bald zuende sein. Ironischerweise aufgefresssen von einem Markt, den sie mit ehemaligen Innovationen wie dem iPhone und dem iPad selbst erschaffen haben.

Wir werden es erleben: Spätestens am 7. März wissen wir, wo die Reise von Apple hingehen wird. Und auch für mich wird dann klarer sein, ob es sich gelohnt hat bis dato auf das iPad 3 zu warten - oder ob ich letztendlich auch der Konkurrenz den Vorzug geben zu muss.

[Edit] Vielen Dank für die vielen Seitenzugriffe und die zahlreichen (und herrlich emotionalen) Kommentare. Inzwischen ist das neue iPad 3 vorgestellt. Hier gibt es eine erste, schnelle Bewertung - ein ausführlicher Test wird folgen.

Donnerstag, 12. Januar 2012

Test: „preis.de Preisvergleich“ (App für iOS 5)

Sicherlich kennt ihr das: Ihr steht im Laden und seht ein Produkt, das ihr interessant findet und vielleicht gleich mitnehmen wollt. In der heutigen Zeit stellt sich natürlich gleich die Frage: „Aber vielleicht bekomme ich das im Internet billiger?“. Und genau dafür gibt es inzwischen diverse Preisvergleich-Apps für alle gängigen Smartphone-Betriebssysteme.

Heute stelle ich euch eine neue App für iOS vor, die bestimmt frischen Wind in den Markt bringen wird: Getestet wurde die App „Preis.de Preisvergleich“, des gleichnamigen Portals im Internet. Einmal via iTunes heruntergeladen, können mit dem Programm einfach und schnell vor Ort Preise verglichen werden.

Funktionsweise
Die App funktioniert wie viele verwandte Apps sowohl via Barcode-Scanner als auch über die Eingabe des Produktnamens bzw. der Artikelnummer (EAN-Nummer) in eine Suchmaske.

Handhabung
Der Barcode wurde in meinen drei Testversuchen blitzschnell erkannt, sofort öffnet sich eine Liste der gefundenen Produkte mit dem Namen der Shops, Endpreis (inkl. Versand/Handling) und einen Button mit Link zum Anbieter. Der Scanner kann übrigens auch QR-Codes lesen – ihr spart euch damit also auch gleich einen extra QR-Code-Scanner.

Auch bei Eingabe eines Produktnamens (in meinen Tests mit Hersteller/Typbezeichnung bzw. nur der EAN-Nummer) wird blitzschnell die Preisvergleichsliste angezeigt. Einmal dort geklickt, öffnet sich die entsprechende Seite des gewünschten Anbieters. Besonders gut dabei ist, dass die App erkennt, ob es eine mobile Webseite des Händlers/Shops gibt und anbietet, diese anstatt der Webversion der Seite zu öffnen. Da gibt es wirklich nichts zu meckern, zumal alles sehr schnell ohne Verzögerungen geht.

Funktionalität
Zu den klassischen Möglichkeiten des Preisvergleichs bietet die App aber noch weitere Features: So lassen sich gesuchten Produkte in einer Merkliste speichern, so dass man sie auch später noch finden kann. Desweiteren kann man einstellen, ob in der Ergebnisliste der Preis mit oder ohne Versandkosten angezeigt werden soll.

Zur Unterstützung kann ebenfalls eine Auto-Suggest-Funktion aktiviert werden, die während der Eingabe des Suchbegriffs eine Liste mit verwandten Begriffen anzeigt. Die letzten gesuchten Begriffe erscheinen ebenfalls in einer Historie.

Optik/Aufbau
Die App ist übersichtlich und selbst erklärend aufgebaut. Das gute Design ist klar und ohne Schnörkel auf das Wichtigste reduziert: Nämlich das Suchen und Finden. Als Begrüßungsbildschirm reicht die Auswahl zwischen Barcode-Scan oder Eingabe ins Suchfeld allemal. In den Optionen lässt sich alles Weitere einstellen.

Fazit
Die App ist ein hervorragender Vertreter in der großen Masse der Preisvergleich-Apps. Ich selber hatte bis dato eine andere Preisvergleich-App auf meinem iPhone – die wurde nun durch „Preis.de Preisvergleich“ ersetzt. Ein absolutes Pflichtprogramm!

Mittwoch, 23. März 2011

Eigentor von Microsoft: Kein Internet Explorer 9 für Windows XP - Mozilla Firefox 4 übernimmt

Mal wieder eine typische Windows-Aktion: Da wurde mit großem Tamtam der neue Internet Explorer 9 vorgestellt, aber erst jetzt wird einem Großteil von Windows XP-Nutzern klar, dass ihr Betriebssystem  Microsoft´s Browser der neuesten Generation gar nicht unterstützt. Auf einen automatischen Download per Update wie unter Windows Vista und Windows 7 warten sie vergebens.

So richtig mag man die Entscheidung von Windows nicht verstehen, ist Windows XP doch immerhin laut Statistik mit über 60% weiterhin klarer Marktführer unter den Betriebssystemen. Windows Vista und dem wirklich starken Windows 7 zum Trotz. Das Geheimnis hinter diesem doch recht hohen Anteil dürfte vermutlich in der Vielzahl an Rechnern in Unternehmen liegen, die Windows XP als (Server-)Plattform nutzen und einen Umstieg nach dem gefloppten Vista auf Windows 7 noch nicht vollzogen haben.

Ungeachetet dessen zeugt der Schritt von Windows aber weder von Weitsicht noch von Kundenfreundlichkeit. Klar ist ein Unternehmen daran interessiert, seine neuesten Produkte zu vermarkten - und womit geht das besser als z. B. mit der Begründung von Kompabilitätsproblemen. Abwärtskompatibel ja, aber nur bis zu einem bestimmten Zeitpunkt. Apple macht das auch nicht anders, stehen doch iPhone 3GS-Nutzer heute schon vor dem Problem, dass von iOS 4.3 teilweise Funktionen wie im iPhone 4 nicht mehr unterstützt werden. Für das anstehendende iOS 5 kann man sich gedanklich also schon mal mit der Anschaffung eines iPhone 5 anfreunden. Ein Schelm also, wer Böses bei solchen Aktionen denkt.

Und mit Windows XP wird auch die Unterstützung für Microsoft Office 2003 und den Internet Explorer 6 bald auslaufen - im Falle von XP ist April 2014 schon als Termin angekündigt, der Rest ist Formsache. Interessanterweise nutzt Microsoft der Internet Explorer 9 vielleicht für den mittelfristigen Absatz seiner Produkte - aber der Schuß kann auch nach hinten losgehen: Wie etwa im Fall vom neuen Mozilla Firefox 4. Dessen Start wurde mal eben nach vorne verschoben und steht seit heute zum Download bereit. Und Firefox 4 unterstützt Windows XP - welch ein Zufall aber auch! Klar, dass Mozilla damit abtrünige Windows XP-User abwerben will, um seinen zuletzt schwindenden Marktanteil aufzupolieren.

Bleibt für mich auch die Entscheidung zu treffen: Warten bis der neue Laptop mit kompatiblem Betriebssystem kommt (bzw. doch ein Tablet) oder nach 14 Jahren (!) treuester Nutzung des Internet Explorers am Ende doch auf Mozilla Firefox umsteigen. Das gilt es nun abzuwarten, aber ägerlich ist die ganze Angelegenheit allemal. Danke für gar nichts, Microsoft.

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