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Freitag, 11. Dezember 2009

Anti-Flag: Ebay-Auktionen für einen guten Zweck

Politisch-korrektes, musikafines Geschenk gesucht? Noch bis Sonntag 13. Dezember dauern die Anti-Flag Ebay Charity Auktionen! Versteigert werden exklusive und limitierte Artikel, deren Einnahmen zu 100% an die karitative Emmaus Organisation gespendet werden.

Hier findet hier alle Auktionen im Überblick. Anti-Flag versteigern darin unter anderem zwei auf 20 Stück limitierte Eishockey Jerseys, die exklusiv für ihr Meet & Greet mit den Kölner Haien produziert wurden, darüber hinaus verschiedene Tourposter, Backstagepässe, Eastpak Rucksäcke, limitierte 7-Inches T-Shirts und und und...!

Donnerstag, 10. Dezember 2009

Soundtrack Of The Moment: Mumford & Sons - Winter Winds

Die "Soundtrack Of The Moment"-Reihe dient einem ganz einfachen, egoistischen Zweck: Meine Lieblingsvideos, -bands, -songs etc. kompiliert als ewig fortgeschriebener Video-Soundtrack zum Nachhören und Erinnern. Vielleicht ist ja auch was für euch dabei - und löst den "Als ich das gehört habe, da...."-Moment aus.

Heute: Es geht auf die Zielgerade - das Ende eines Jahres bedeutet auch immer Rückblick und eine Auseinandersetzung mit den Alben des Jahres 2009. Da gibt es natürlich schon so einige Favoriten, aber auch einiges an wunderbaren Zwischentönen mit denen ich so nicht gerechnet habe. Wie im echten Leben also gilt es (musikalisch) für dieses Jahr einiges aufzuarbeiten.

Ein absolutes Highlight waren und sind vor allem Mumford & Sons, die sich mit ihrem Album "Sigh No More" in mein Herzen gespielt haben, wie es bis dato nur wenige Bands geschafft haben. Aber nun erstmal genug der Befindlichkeiten, in gewisser Weise habe ich da ja schon Stellung bezogen und bin mir sicher, dass die Jungs bei der Jahresendabrechung auch eine gewichtige Rolle spielen werden. Hier also das Video zum wunderbaren "Winter Winds":

Montag, 7. Dezember 2009

Review: Juri Gagarin - Cobra (CD)

Audiolith Records / finetunes.net

Wer mich kennt, weiß dass ich vielleicht nicht der größte Elektro-Fan bin. Oder New Rave-Experte. Oder einer der sich zu Techno-Beats auf den Tanzflächen der Stadt blamiert. Da braucht es schon mehr Gin-Tonic als ich an meinen eigenen Fingern abzählen kann.
Deshalb ist es mir hoffentlich nachzusehen, dass die Bewertung von Juri Gagarin und ihrem zweiten Album "Cobra" weniger professionell ausfällt als es vielleicht in meinen Heimat-Genres passieren könnte oder wie es wohl ein Germanistik-Studium-Abbrecher im Spex-Volontariat schreiben würde.
Aber eigentlich bedarf es bei Juri Gagarin gar keiner großen Fachkenntnisse. Denn das Prinzip lässt sich ziemlich schnell beschreiben: Elektro trifft Powerpop trifft Trash-Techno. Haut ungefähr in die gleiche Kerbe wie vielleicht Bratze oder Frittenbude und - ich gebe es nur ungern zu - es funktioniert: Selbst bewegungsfaule Klosterbrüder wie mich reißen Juri Gagarin mit ihren energiegeladen-ausgeworfenen Techno-Brocken vom imaginären Hocker. Ein bißchen Europop á la Snap hier, bratzelnde Elektro-Flusen dort und überdreht-stampfende Techno-Beats zu - nennen wir es mal "eingängigen" - aber dafür umso prägnanteren Vocals. Einfaches Prinzip - große Wirkung.
Danke Juri Gagarin, denn nach so einem Elektro-Schock und geblendet von einem (hoffentlich) betont trashigen Cover setze wohl selbst ich mir bei der nächsten Sellfish tanzt-Ausgabe die neon-grüne 1-Euro-Plastikbrille auf, richte mein Egotronic-Shirt und schmeiß mich in den Rave. Wenn das mal nicht eine höchst-professionelle Bewertung ist - und am Ende gar ein schlecht verstecktes Kompliment.

Freitag, 4. Dezember 2009

Review: Martha Wainwright - Sans Fusils, Ni Souliers, A Paris (CD)

Cooperative Music / Universal

Zugegeben, meine musikalischen Berührungspunkte mit französischen Künstlern sind bis dato recht überschaubar - und gerade Chansons waren mal richtig weit weg. Umso überraschender und schöner aber, dass ich mit Martha Wainwright und ihrem Edith Piaf-Tribute "Sans Fusils, Ni Souliers, A Paris" den Erstkontakt wohl nicht besser hätte erwischen können.
Denn "Martha Wainwright's Piaf Record" (wie sich das Album passenderweise auch nennt) trifft mit seiner melodramatischen bis nachdenklich-beschwingten Atmosphäre genau die Jahreszeit. Kerzenschein, Wein und draußen die Kälte, während man von Martha Wainwright in die verwundbare Welt von Edith Piaf´s schwermütigen Chansons entführt wird. Aufgenommen wurde das Album während drei intimer Konzerte in New York’s Dixon Place Theatre und transportiert in seiner Live-Atmosphäre herrlich den verführerischen und gleichzeitig unnahbaren Charakter von Chansons. Von der Erotik der französischen Sprache mal ganz zu schweigen.
Sicherlich ist "Sans Fusils, Ni Souliers, A Paris" kein Album für den schnelle Musikgenuss nebenbei: Diese Songs brauchen Zeit, Platz und Atmosphäre zum Atmen, damit sich der emotionale Effekt von Piaf´s unglaublicher Songtiefe auch angemessen entfalten kann. Bemerkenswert im übrigen auch wie Martha Wainwright mit ihrer Stimme den Songs die Gänsehautstimmung verleiht, die das Album zu einem ganz Besonderen machen: Eines für zeitlose, zurückgefahrene und besinnliche Momente. Wie die Jahrezeit. Nur dass das bei den Menschen da draußen im aktuellen Vorweihnachtswahn untergeht.

Donnerstag, 3. Dezember 2009

Black Rebel Motorcycle Club: Neues Album im März 2010

Nachdem am 27.11.2009 ihr erstes Doppel-DVD + CD-Live-Album "Black Rebel Motorcycle Club Live" erschienen ist, legen Black Rebel Motorcycle Club nun nach: Am 12.03.2010 wird mit "Beat The Devil´s Tattoo" (Abstract Dragon/Cooperative Music/Universal) ihr fünftes Studioalbum erscheinen.

Aufgenommen wurde das neue Werk zu großen Teilen in den Basement Studios in Philadelphia. Das gleiche Studio, das auch schon für die Aufnahmen zu "Howl" genutzt wurde. Mit "Beat The Devil's Tattoo" wird auch ein neues Mitglied in den Reihen von BRMC vorgestellt: Leah Shapiro wird fortan den Platz hinter den Drums einnehmen.

Hier die Tracklist:
01. Forsaken
02. Conscious Killer
03. Bad Blood
04. War Machine
05. Sweet Feeling's Gone
06. Evol
07. Mama Taught Me Better
08. River Styx
09. The Absent
10. Aya
11. Shadow's Keeper
12. Warning Sign
13. Halfstate
14. Annabelle Lee (Bonus Track)

Im Frühjahr nächsten Jahres wird es dann eine Tour durch Europa geben, in der sie für vier Termine auch in Deutschland Halt machen werden.

Black Rebel Motorcycle Club Tour 2010:
02.05.2010 Hamburg - Markthalle
03.05.2010 Köln - Essigfabrik
04.05.2010 Berlin - Postbahnhof
05.05.2010 Muenchen - Backstage Werk

Montag, 30. November 2009

Review: Andrew Vladeck - The Wheel (CD)

End Up Records

Heute mal was ganz Neues: Andrew Vladeck ist ein Singer/Songwriter aus New York, der hierzulande noch kaum in Erscheinung getreten ist. Zu Unrecht wie ich finde. Denn sein Album "The Wheel" ist ein gelungenes Gesamtwerk des modernen Folk und Roots-Rock von klassisch-amerikanischer Prägung.
So glänzt Andrew Vladeck insbesondere in seiner bodenständigen aber nicht unaufgeregten Art mit zurückhaltender Instrumentierung seine Songs in Geschichten zu verwandeln. Klar ist dabei seine Gitarre das vordergründigste Instrument, aber auch das Banjo darf das ingesamt sehr gemächliche und countryeske Gefährt um einigen Schwung erweitern. Dazu die intelligent-charmanten Lyrics, beherrschte Vocals und ein akurates Songwriting. Sehr erwachsen und ausgegoren das Ganze.
Ein Genre-Neulinge - wie ich es nunmal bin - denkt nach dem ersten Durchlauf von "The Wheel" in seiner naiv-unwissenden Art erstmal an Bob Dylan - und dann an Bruce Springsteen. Und ungeachtet ob der Frage, wer mir nach der Einschätzung alles böse sein könnte oder sich geschmeichelt fühlen dürfte, ist relativ schnell klar, dass Andrew Vladeck etwas wunderbares gelungen ist: Nämlich den gedanklichen Staub von meiner Vorstellung des spröden, in seinem eigenen Saft garenden amerikanischen Folk-Rock wegzupusten und mit den 13 Songs von "The Wheel" eine neue Genre-Ecke in meinem CD-Regal (und in meinem Herzen) einzurichten. Das sollte als Urteil erstmal reichen - auch und gerade weil es nicht von einem Americana-Experten sondern von einem Roots-Newbie kommt.

Dienstag, 24. November 2009

Review: William Fitzsimmons - The Sparrow And The Crow (CD)

Grönland Records / Cargo Records

"Was für ein Bart! Was für eine Biografie! Was für ein Künstler": Das wäre wohl die einfachste aber auch treffendste Art William Fitzsimmons mit seinem Album "The Sparrow And The Crow" zu charakterisieren. Und tatsächlich ist das erste Studioalbum von William Fitzsimmons die Aufarbeitung seiner eigener Biografie und dabei ein herzschmerztiefes Zeugnis beeindruckender Singer/Songwriter-Kunst.
Schon die Lebensumstände des Herren aus Pennsylvania lässt so manchen Biografie-Schreiberling vor Neid erblassen. Denn als Sohn blinder Eltern war eine enge Bindung zur Musik für William Fitzsimmons wohl nur allzu verständlich. Und als gelernter Psychotherapeut sind gerade ihm die Möglichkeiten der Musik als Heil- aber auch Schmerzmittel umso bekannter. Aber dem nicht genug: In seinem eigenen Leben hat er sich nach der Scheidung von seiner Frau scheinbar mit "The Sparrow And The Crow" selbst therapieren müssen.
Genug dramaturgischer Stoff also - und so wundert es nicht, dass Fitzsimmons mit den ersten Takten schon die Melancholie in Stimme, Instrumentierung und Lyrics trägt: Trennung, Schmerz, Liebe, Kummer. Das klingt erst nach schwerer Kost, und das ist es tatsächlich dann auch. Getragene Melodien, sanfte Vocals, zaghafte Instrumentierung, brüchige Atmosphäre, während die Texte mal lyrisch-tief, mal eher simpel-naiv daherkommen. Unterstützt wird Fitzsimmons hier und da von weiblichen Backvocals und im Refrain. Aber im Grunde ist alles reduziert und fokusiert auf Eines: Den Künstler und seine Musik als Selbstzweck. Mehr braucht es ja manchmal nicht. Ein gelungenes, stimmiges Singer/Songwriter-Album, das insbesondere durch seine beklemmende Atmosphäre und sein Gesamtmotiv mitzureißen vermag.

Sonntag, 22. November 2009

Review: V/A - Die Verhältnisse Rocken - 10 Jahre Attac (CD)

Rookie Records / Cargo

Attac wird zehn Jahre alt - ein guter Anlass wie man meinen könnte, um ein Zwischenfazit zu ziehen. Nix da! Denn Attac würde sich selbst nicht treu bleiben, wenn man diesen Anlass nicht etwa zur Eigenlobhudelei nutzt, sondern ganz subtil aber bestimmt den Finger in die Wunden der weiterhin runinösen Verhältnisse in Politik, Wirtschaft, Umwelt und der Gesellschaft legt.
So geschehen mit dem Sampler "Die Verhältnisse rocken - 10 Jahre Attac", zu dem eine ganze Reihe namhafter Bands und Künstler einen Song beigesteuert haben. Und die meisten haben es auch nicht dabei belassen, irgendeinen x-beliebigen Track aus der aktuellen Album-Rotation zu fischen: Nein, die 15 Songs sind zumeist bisher unveröffentlichte oder in exklusiven Versionen oder Remixes bereitgestellte Stücke der einzelnen Beteiligten. So haben es sich z. B. die Sportfreunde Stiller, Spillsbury, Bela B., die Donots, Die Sterne, Jan Delay oder etwa New Model Army nicht nehmen lassen, Attac einen Song zum Jubiläum zu schenken und vereint auf dem Sampler ein deutliches Zeichen ihrer Unterstützung zu setzen.
Musik hören - und Gutes tun. Oder wenigstens darüber nachdenken und sich damit beschäftigen, wie man die Verhältnisse in diesem Land oder der globalisierten Welt noch ändern kann. Das ist die unaufdringliche Motivation und Aussage dieser Compilation, die mit ihrer gelungenen Song-Mischung zum einen extrem gut zu Unterhalten weiß, und auf der anderen Seite vielleicht den ein oder anderen doch dazu veranlasst, seinen Arsch zu bewegen - und die Verhältnisse zu rocken. Dann wäre ja schon einiges erreicht.

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